Rechtsanwalt Olaf Lobitz

Mediation

An dieser Stelle möchte ich ihnen Informationen über ein Konfliktbewältigungsverfahren geben, die Mediation.

Als Rechtsanwalt werde ich typischerweise danach gefragt, was rechtlich möglich und durchsetzbar oder im Rahmen des Rechtes gestaltet werden kann. Dies ist zur Bewältigung vieler Situationen sinnvoll und ausreichend. Es bedeutet aber auch eine Beschränkung der Überlegungen (nur) auf die Mittel und Möglichkeiten des Rechtes. Das ist bei der Mediation nicht der Fall.

Das Mediationsverfahren eignet sich für alle Menschen, welche ein Interesse daran haben, den bestehenden Konflikt möglichst gewinnbringend, zeitnah und kostengünstig zu lösen. Auch dann, wenn die Konfliktparteien in der Zukunft weiter miteinander umgehen wollen oder müssen, ist die Mediation ein sehr gut geeignetes Verfahren.

Ich helfe den am Konflikt Beteiligten als Außenstehender und neutraler Dritter, eine genau auf ihren Konflikt und ihre Lebenssituation zugeschnittene Regelung und Lösung zu erarbeiten. Ich gestalte und strukturiere das Verfahren und biete den Beteiligten eine Plattform, auf welcher die Verhandlungen geführt werden, an deren Ende sie selbst eine individuelle, tragfähige und dauerhafte Regelung des Konfliktes erreichen können. Davon werden in Zukunft alle im Konflikt Beteiligten profitieren.

Für mich ist die Arbeit als Mediator eine sinnvolle Ergänzung meines "normalen" Dienstleistungsangebotes als Rechtsanwalt, um Menschen in akuten Konfliktsituationen individuell, schnell und effektiv helfen zu können.


Über Mediation

Streit und Konflikte begegnen uns überall und täglich, in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, beim Einkaufen, im Freundeskreis, usw. Obgleich wir im Umgang mit Konflikten geübt sind, gelingt es häufig nicht, eine Auseinandersetzung positiv zu beenden.

Die Mediation ist ein Vermittlungs- und Konfliktmanagementverfahren in Streitsituationen rechtlicher Art. Die Mediation ist geeignet, alle auftretenden Konflikte aufzulösen. Sie verfolgt einen lösungsorientierten Ansatz, welche sich an den Interessen und den Bedürfnissen der Beteiligten ausrichtet und zur Beendigung der streitigen Auseinandersetzung führen soll.

Aufgabe der Mediatoren ist es, den Streitparteien eine Plattform für die Auseinandersetzung mit den Konflikten zu bieten und den Dialog zu fördern. Die Mediatoren identifizieren die Konfliktmechanismen und versuchen, sie auszuschalten. Sie richten das Augenmerk der Streitparteien auf die eigenen Interessen und Bedürfnisse.

Die Mediatoren sind unparteiisch und vertreten nicht die Interessen nur einer Streitpartei, sondern unterstützen alle Beteiligten, die Probleme konstruktiv und zukunftsorientiert eigenständig zu lösen.

Nicht jede Mediation führt zu einer Regelung des Konfliktes. Dies ist anders als in einem gerichtlichen Verfahren, welches in einem Gerichtsurteil endet.

Hier gibt es immer einen "Gewinner" und einen "Verlierer". Häufig führt es aber dann dazu, dass unabhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens, mit dem Urteil eine Befriedung der Parteien nicht erreicht wird. Bei einer Mediation, welche den Konflikt regelt, ist das anders. Hier haben die Beteiligten eine Lösung erarbeitet, welche ihre individuelle Situation berücksichtigt und tragfähig ist. Hier sind die Konflikte einvernehmlich gelöst worden, die Streitparteien haben während des Verfahrens ihr Gesicht wahren können. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn man auch in der Zukunft miteinander umgehen muss.

Mediation kann wahrgenommen werden, wenn feste Vereinbarungen, auch vorläufiger Art, getroffen werden müssen.

Die Konfliktparteien selbst wirken an der Lösung ihrer Probleme mit und treffen die notwendigen Entscheidungen. Einer im Mediationsverfahren erreichten Lösung haben alle Beteiligten zugestimmt. Deshalb ist sie verbindlich und flexibel zugleich.

Davon werden in der Zukunft alle profitieren.


Trennungsmediation

Sie haben sich von Ihrem Partner getrennt oder die Trennung steht bevor. Dadurch ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche beantwortet und gelöst werden müssen. Eine Trennung ist üblicherweise für alle Beteiligten eine schmerzvolle Erfahrung. In dieser Phase sind Gefühle wie Hass, Wut und Enttäuschung und Rache bei den Beteiligten vorhanden. Diese Emotionen erschweren die Auseinandersetzung.

Am Ende einer Beziehung stehen häufig Gefühle im Vordergrund. Gleichwohl sind Entscheidungen zu treffen, für die Kinder und in geschäftlichen Fragen. Sie werden Verschiedenes überlegen, vielleicht, wer sich um die Versorgung der Kinder kümmern, was mit dem gemeinsamen Haushalt geschehen, wer die Wohnung oder das Auto übernehmen oder wie die finanzielle Versorgung zukünftig geregelt sein soll. Sie werden vielleicht auch nach Möglichkeiten suchen, die Trennung für die Kinder so schonend wie möglich zu gestalten.

Die Mediation bietet eine Möglichkeit, trotz der emotionalen Last, unter Anleitung der Mediatoren, gemeinsam die notwendigen Vereinbarungen für die Zukunft verbindlich zu treffen. Manchmal sind auch zunächst - kurzfristig - Not- und Übergangslösungen oder Testphasen zu entwickeln - auch dies ist mit der Mediation zu erreichen.

Eine erfolgreiche Mediation kann den Konfliktparteien und Dritten zermürbende und langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht ersparen.

Eine erfolgreiche Mediation trägt dazu bei, dass die Konfliktparteien gegenseitigen Respekt bewahren, ohne Feindschaft auseinandergehen und in der Zukunft vernünftig miteinander umgehen können.


Mediation bei Erbschaften

In Ihrer Familie hat sich ein Todesfall ereignet. Dadurch ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche beantwortet und gelöst werden müssen.

Ein Todesfall ist häufig für die Betroffenen eine emotionale Angelegenheit. Bei den Hinterbliebenen können Gefühle wie Trauer, Verlassenheit, Zukunftsängste, vielleicht Wut und Enttäuschung auftreten. Diese Gefühle können jetzt notwendige Entscheidungen erschweren.

Vielleicht gab es in der Vergangenheit bestimmte Abneigungen zwischen Familienmitgliedern, welche nun in den Vordergrund rücken. Gleichwohl sind jetzt Entscheidungen zu treffen, für die letzte Ehre des Verstorbenen und auch in geschäftlichen Angelegenheiten. Die Hinterbliebenen müssen gemeinsam überlegen, in welcher Form der Verstorbene beigesetzt werden und was mit seinen persönlichen Gegenständen geschehen soll. Der Verstorbene hat möglicherweise einen letzten Willen hinterlassen. Vielleicht ist aber ein Familienmitglied mit der Umsetzung des Inhaltes nicht einverstanden. Es mag auch sein, dass die Umsetzung tatsächlich, vielleicht auch nur in Teilen, nicht möglich ist. Vielleicht fehlt auch eine klare Erklärung des Verstorbenen, wie mit den Hinterlassenschaften im Einzelnen umgegangen und in welcher Form die Erben berechtigt sein sollen.

Die Mediation bietet eine Möglichkeit, trotz der emotionalen Gegebenheiten, unter Anleitung der Mediatoren, gemeinsam die notwendigen Vereinbarungen für die Zukunft verbindlich zu treffen. Manchmal sind auch zunächst - kurzfristig - Not- und Übergangslösungen oder Testphasen zu entwickeln - auch dies ist in der Mediation zu erreichen.

Eine erfolgreiche Mediation kann den Konfliktparteien und Dritten zermürbende und langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht ersparen.

Eine erfolgreiche Mediation trägt dazu bei, dass die Konfliktparteien gegenseitigen Respekt bewahren, ohne Feindschaft auseinandergehen und in der Zukunft vernünftig miteinander umgehen können.

In der Mediation kann auch bereits zu Lebzeiten des Erblassers mit allen Erbberechtigten gemeinsam eine Regelung erarbeitet werden. Dies ist sinnvoll, um mögliche Erbauseinandersetzungen in der Zukunft zu verhindern


Mediation in Arbeitsbeziehungen

Sie haben Ärger mit einem Arbeitskollegen, Ihrem Vorgesetzten oder ihrem Mitarbeiter. Sie erleben die Arbeit in der Firma als Belastung. Dadurch ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche beantwortet und gelöst werden müssen.

Die Arbeit reicht weit über ihre Bedeutung als Broterwerb hinaus. Arbeit bedeutet Selbstdarstellung und Selbsterleben, dort erringt man Anerkennung und sozialen Status. Ein Konflikt am Arbeitsplatz bedeutet für viele Menschen eine schwere emotionale Belastung. Gefühle wie Angst, Enttäuschung, Neid, Wut und Rache sind bei den Beteiligten vorhanden. Diese Emotionen erschweren eine Auseinandersetzung.

Konflikte am Arbeitsplatz treten in vielfältiger Form auf, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und auch zwischen Gruppen sowie einzelnen Arbeitnehmern einer Hierarchieebene. Die Konflikte können von verschiedenen Auffassungen in der Sache, persönlichen Abneigungen oder Karriereüberlegungen getragen werden. Auch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder das sog. Mobbing sind bekannte Problemfelder.

Diese Konflikte beeinträchtigen den Einzelnen und stören darüber hinaus den reibungslosen Ablauf im Unternehmen. Sie können sich auch negativ auf die Produktivität und den Krankenstand im Unternehmen auswirken.

Die Mediation bietet eine Möglichkeit, trotz der emotionalen Gegebenheiten, unter Anleitung der Mediatoren, gemeinsam die notwendigen Vereinbarungen für die Zukunft verbindlich zu treffen. Die Konfliktparteien erhalten die Möglichkeit, ihre Situation darzustellen, Beschwerden und Vorstellungen zu formulieren. Dies fördert Verständnis und Erkenntnis. In der Mediation kann betriebsintern eine individuelle Lösung, genau abgestimmt auf diesen Betrieb und die gemeinsam festgestellte Situation, kurzfristig erarbeitet werden.

Eine erfolgreiche Mediation kann den Beteiligten zermürbende und langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht ersparen.

Eine erfolgreiche Mediation trägt dazu bei, dass die Konfliktparteien gegenseitigen Respekt bewahren, ohne Feindschaft auseinandergehen und in der Zukunft vernünftig miteinander umgehen können.


Wirtschaftsmediation

Kein Bereich der Wirtschaft ist frei von Konflikten. Diese können von außen herangetragen werden, z. B. durch einen Zulieferer oder einen Kunden, oder von innen kommen, z.B. durch die Firmenleitung oder die Mitarbeiter. In vielen Fällen geht dem Unternehmen durch solche Konflikte Effizienz verloren.

Die Ursache hierfür liegt häufig in Kommunikationsstörungen. Informationen werden nicht mehr vollständig vermittelt bzw. aufgenommen. Dadurch entstehen Reibungen, welche Energie kosten und das Unternehmen schädigen können.

Mit der Mediation kann die gestörte Kommunikation wieder in Fluss gebracht werden. Das Mediationsverfahren ist lösungs- und praxisorientiert. Es ist nicht das Ziel, einer Partei Õdie SchuldÕ zuzuweisen. In der Mediation werden die Interessen der Konfliktparteien beleuchtet und Möglichkeiten gesucht, in der Zukunft ein besseres Ergebnis zu erzielen.

In der Mediation ist der Konflikt grundsätzlich eine ÕguteÕ Sache. Er bietet Gelegenheit zum Gespräch und Erweiterung der Erkenntnisse über den Konfliktpartner und sich selbst. Das Gespräch bietet Auswege aus der Stagnation und Möglichkeit zur Veränderung. So gesehen, bergen Konflikte Wachstumschancen.

Die erfolgreiche Mediation bedeutet eine dauerhafte Befriedung der Streitenden, denn am Ende gibt es weder einen Sieger (welcher seinen Sieg öffentlich auskostet) noch einen Besiegten (welcher auf Rache sinnt).


Mediation im Mehrfamilienhaus

Sie haben sich mit Ihrem Vermieter, einem Mitmieter oder Miteigentümer gestritten. Dadurch ergeben sich einige Probleme, welche gelöst werden müssen.

Die Wohnung ist für viele Menschen eine mit Gefühlen verbundene Angelegenheit. Die Wohnung bedeutet Rückzugsmöglichkeit und eigenen kreativen Bereich. Man erwartet, dort in Ruhe und nach den eigenen Vorstellungen leben zu können. In der Streitphase sind Gefühle wie Hilflosigkeit, Unterlegenheit, Wut und Enttäuschung bei den Beteiligten vorhanden. Diese Emotionen erschweren eine friedliche Auseinandersetzung.

Vielleicht hat der Vermieter die Miete erhöht und der Mieter will die Erhöhung nicht akzeptieren. Vielleicht sind Beeinträchtigungen an der Wohnung entstanden, der Mieter mindert den Mietzins. Vielleicht bestehen unterschiedliche Ausfassungen über die Betriebskosten oder die Beendigung des Mietverhältnisses (z.B. wegen Kündigung, Renovierung, Räumung). Vielleicht ist auch ein Streit wegen Verstoßes gegen die Hausordnung (z.B. Lärmbelästigung) oder besonderer Nutzung von Gemeinschaftsfläche bzw. Gemeinschaftseigentum entstanden (z.B. weil Schuhe oder Fahrräder im Hausflur, Leergut oder Mülltüten vor der Kellertür stehen). Vielleicht betrifft der Streit auch die Beeinträchtigung von Sondereigentum (z.B. Änderung des Bodenbelages).

Ein Streit unter Mitbewohnern bedeutet eine Störung des Hausfriedens. Häufig sind von dieser Streitigkeit auch die anderen Mitbewohner betroffen.

Die Mediation bietet eine Möglichkeit, trotz der emotionalen Belastung, unter Anleitung der Mediatoren, gemeinsam die notwendigen Vereinbarungen für die Zukunft verbindlich zu treffen. Die Konfliktparteien erhalten die Möglichkeit, ihre Situation darzustellen, Beschwerden und Vorstellungen zu formulieren.

Eine erfolgreiche Mediation kann den Konfliktparteien und Dritten zermürbende und langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht ersparen.

Eine erfolgreiche Mediation trägt dazu bei, dass die Konfliktparteien gegenseitigen Respekt bewahren, ohne Feindschaft auseinandergehen und in der Zukunft vernünftig miteinander umgehen können.


Mediation unter Nachbarn

In Ihrer Nachbarschaft ist ein Streit entstanden. Dadurch ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche beantwortet und gelöst werden müssen.

Ein Streit in der Nachbarschaft ist für die Beteiligten eine emotionale Angelegenheit. Mit dem Nachbarn lebt man Tür an Tür, Grundstück an Grundstück. Für viele Menschen bedeutet das Haus Rückzugsmöglichkeit und eigenen kreativen Bereich. Man erwartet, dort in Ruhe und nach den eigenen Vorstellungen leben zu können. In der Streitphase sind Gefühle wie Hilflosigkeit, Unterlegenheit, Wut und Enttäuschung bei den Beteiligten vorhanden. Diese Emotionen erschweren eine friedlich Auseinandersetzung.

Vielleicht ist ein Streit wegen Lärmbelästigung oder Grenzbeeinträchtigung (z.B. zu hoher Baumbestand) entstanden. Vielleicht besteht auch Streit wegen der Nutzung einer gemeinsamen Straße oder wegen Laub/ - Unkrautbeseitigung.

Die Mediation bietet eine Möglichkeit, trotz der emotionalen Belastung, unter Anleitung der Mediatoren, gemeinsam die notwendigen Vereinbarungen für die Zukunft verbindlich zu treffen. Die Konfliktparteien erhalten die Möglichkeit, ihre Situation darzustellen, Beschwerden und Vorstellungen zu formulieren.

In der Mediation ist es möglich, eine Einigung herzustellen, welche die Interessen jedes Beteiligten berücksichtigt.

Eine erfolgreiche Mediation kann den Konfliktparteien und Dritten zermürbende und langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht ersparen.

Eine erfolgreiche Mediation trägt dazu bei, dass die Konfliktparteien gegenseitigen Respekt bewahren, ohne Feindschaft auseinandergehen und in der Zukunft vernünftig miteinander umgehen können.


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